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Gesellschaft für diakonische Einrichtungen in Hessen und Nassau mbH

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Geschichte

Erasmus Alberus - eine verkannte Persönlichkeit der Reformation
 
    

 Um 1500

geb. in Buchenbrücken als halbadeliger Sohn eines katholischen Priesters Tilemann Alber

 

Schulbesuch in Nidda und Weilburg

1520

Immatrikulation in Wittenberg, hier gehörte Luther zu seinen Lehrern. Alberus wurde zu einem der leidenschaftlichsten Vertreter des Luthertums

1522

Lehrer in Büdingen – Gründung einer Lateinschule und er heiratet seine Frau Katharina. Später Lehrer in Oberursel, Eisenach und Heldenberg. Prediger in der Grafschaft Katzenelnbogen – hier führte er in Götzenhahn die „Neue Lehre“ ein.

1528

Übernahme einer Pfarrstelle in Sprendlingen

1539

er führte eine Art Wander-leben, mit viele wechselnden Stationen wie Marburg, Basel, Rothenburg ob der Tauber und der Wetterau

1541

Prediger in Neubrandenburg

1542-1543

Prediger zu Stade (heutiges Florstadt) bei Friedberg

1543

promovierte Alberus in Wittenberg zum Doktor der Theologie

1543

Rückkehr nach Rothenburg ob der Tauber und anschließend führte ihn sein Weg nach Babenhausen bei Hanau

1548

kurzer Aufenthalt in Sprendlingen

1548-1551

Prediger in Magdeburg

1551-1552

kurze Aufenthalte in Hamburg und Lübeck ohne Amt

1552

vom mecklenburgischen Herzog Johann Albrecht I. entsandt nach Neubrandenburg als erster Superintendent des Kirchenkreises Stargard

März 1553

Alberus trat das Amt des Superintendent erst jetzt an, sieben Wochen vor seinem Tod

Verstorben 05.05.1553

in Neubrandenburg - Mecklenburg

 

Erasmus-Alberus

der Namensgeber für diese Einrichtung, wer war er, wie wird er beschrieben:

  • er konvertierte als junger Mann zum Protestantismus

  • gilt als Schüler, Wegbegleiter und Freund Martin Luthers

  • oft ein scharfer Wortführer und Verfasser von Pamphleten, ein streitbarer Geist gegen die Obrigkeit, der niemals zu einer stetigen und dauerhaften Wirksamkeit gelangte

  • er war ein begabter Reformator, evangelischer Liederdichter, Schriftsteller, Lexikograph, und Fabeldichter
  • er war der sprachgewaltigste und dichterisch begabteste Mann aus Luthers Kreis
  • sowie einer der bedeutendsten Schriftsteller des 16. Jahrhunderts – Generationen von Schulkindern der Elementarstufe in protestantischen Gebieten, wurden mit seinen Lehrbüchern unterrichtet. Viele seiner Bücher waren „Bestseller“ und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. In vielen Universitätsbibliotheken befinden sich seine Werke
  • noch heute sind im evangelischer Gesangbuch fünf seiner Lieder enthalten
  • er war eine Leitfigur, ohne die eine Reformation nicht möglich gewesen wäre
  • sein öffentliches Leben war geprägt von vielen wechselnden Station,
    aber er war Zeit Lebens stark mit seiner Heimat, der Wetterau verbunden, lässt er doch seine Fabeln meistenteils in seiner Heimat spielen, in der Wetterau, im Vogelsberg und im Taunus. Er benennt nicht nur die Orte, er beschreibt auch deren Lage und Vorzüge. Als einen hohen literarischen Wert, so spricht man über seinen Text „Kurtze Beschreibung der Wetterau“ von 1522, findet hier doch die erste Beschreibung der Wetterau überhaupt statt
  • trotz aller herausragenden Eigenschaften ist er in der Geschichte nur eine vergessene, streitbare Leitfigur der Reformation – In keiner Luther-Biographie unserer Zeit findet sich auch nur der geringste Hinweis auf diese „Wetterauer“-Persönlichkeit, des Zeitalters der Reformation. – So unstet sein Lebenslauf auch war, so fest war seine Überzeugung und er lebte für seine, diese Überzeugungen.
 

Erasmus-Alberus-Haus
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